Die Diagnose Atelektase kann zunächst beunruhigend wirken – schließlich bedeutet sie, dass Teile der Lunge kollabiert oder nicht vollständig entfaltet sind. Doch die gute Nachricht: Mit gezielten Atemübungen bei Atelektase lässt sich die Lungenfunktion oft deutlich verbessern. Maria, eine 52-jährige Patientin, erlebte nach einer Bauchoperation genau diese Situation. Ihre linke Lunge hatte sich teilweise zusammengezogen, was zu Atemnot und einem bedrückenden Gefühl in der Brust führte. Durch konsequente Atemtherapie konnte sie ihre Lungenfunktion innerhalb weniger Wochen merklich stärken.
Atelektase entsteht häufig nach operativen Eingriffen, bei längerer Bettlägerigkeit oder durch Blockaden in den Atemwegen. Die betroffenen Lungenbereiche können ihre normale Belüftung nicht aufrechterhalten, was die Sauerstoffaufnahme beeinträchtigt. Hier setzen therapeutische Atemtechniken an: Sie helfen dabei, die kollabierten Lungenbereiche wieder zu öffnen und die natürliche Atemfunktion zu reaktivieren.
Die Grundlagen effektiver Atemtechniken
Erfolgreiche Atemübungen bei Atelektase basieren auf dem Prinzip der kontrollierten Volumenexpansion. Dabei geht es darum, die Lunge systematisch zu dehnen und die Atemmuskulatur zu stärken. Die wichtigste Technik ist die tiefe Zwerchfellatmung: Legen Sie eine Hand auf die Brust, die andere auf den Bauch. Bei der Einatmung sollte sich hauptsächlich die untere Hand bewegen, während die obere Hand relativ ruhig bleibt.
Beginnen Sie mit kurzen Übungseinheiten von fünf Minuten, dreimal täglich. Atmen Sie dabei langsam durch die Nase ein, halten Sie den Atem für drei Sekunden und lassen Sie ihn kontrolliert durch leicht geöffnete Lippen ausströmen. Diese Technik aktiviert das Zwerchfell als primären Atemmuskel und sorgt für eine gleichmäßige Belüftung aller Lungenbereiche.
Ergänzend wirkt die segmentale Atmung besonders effektiv bei lokalisierten Atelektasen. Hierbei konzentrieren Sie sich bewusst auf bestimmte Lungenbereiche: Legen Sie beide Hände seitlich an die Rippen und spüren Sie, wie sich der Brustkorb bei der Einatmung nach außen bewegt. Diese gezielte Aufmerksamkeit verstärkt die Belüftung der seitlichen Lungenbereiche erheblich.
Spezielle Übungstechniken für den Alltag
Die Lippenbremse erweist sich als besonders praktikable Methode für den täglichen Gebrauch. Atmen Sie normal durch die Nase ein und lassen Sie die Luft langsam durch gespitzte Lippen entweichen – als würden Sie eine Kerze sanft auspusten wollen. Diese Technik erzeugt einen leichten Gegendruck in den Atemwegen, der dabei hilft, kollabierte Lungenbereiche offen zu halten.
Ein weiteres effektives Instrument ist das Incentivespirometer, ein kleines Atemtrainingsgerät, das visuelles Feedback zur Atemtiefe liefert. Patienten wie Thomas, der nach einer Herzoperation mit Atelektase zu kämpfen hatte, berichten von deutlichen Verbesserungen durch regelmäßiges Training mit diesem Gerät. Das Spirometer motiviert zu tieferen Atemzügen und macht Fortschritte sichtbar messbar.
Für die Mobilisierung von Sekret in den Atemwegen eignet sich die Huffing-Technik: Nach einer tiefen Einatmung folgt eine forcierte Ausatmung mit geöffnetem Mund – ähnlich dem Beschlagen eines Spiegels. Diese Methode löst festsitzende Sekrete und erleichtert deren Abtransport, was die Belüftung der betroffenen Lungenbereiche verbessert.
Körperpositionen zur Atemunterstützung
Die richtige Körperhaltung verstärkt die Wirkung jeder Atemübung erheblich. Die Kutschersitz-Position – mit leicht nach vorn geneigtem Oberkörper und aufgestützten Armen – erweitert den Brustkorb und erleichtert die Atmung. Diese Position eignet sich besonders bei akuter Atemnot und kann sowohl im Sitzen als auch im Stehen eingenommen werden.
Bei einseitiger Atelektase hilft die Seitenlagerung auf die gesunde Seite: Die Schwerkraft unterstützt dabei die Belüftung der betroffenen Lunge. Bleiben Sie etwa 15-20 Minuten in dieser Position und kombinieren Sie sie mit tiefen Atemzügen. Zusätzlich können Sie ein Kissen unter die betroffene Seite legen, um die Dehnung zu intensivieren.
Die Bauchlage aktiviert besonders die hinteren Lungenbereiche, die häufig von Atelektase betroffen sind. Falls möglich, verbringen Sie täglich 30-60 Minuten in dieser Position – idealerweise mit einem dünnen Kissen unter dem Bauch zur Entlastung der Wirbelsäule. Diese Positionierung verbessert die Durchblutung und Belüftung der dorsalen Lungenabschnitte merklich.
Integration in den Behandlungsplan
Atemübungen entfalten ihre volle Wirkung nur als Teil eines umfassenden Therapiekonzepts. Die Koordination mit dem behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten gewährleistet, dass die Übungen optimal auf die individuelle Situation abgestimmt sind. Besonders nach operativen Eingriffen müssen Schmerzmittel und Atemtherapie sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.
Die Frühmobilisation spielt eine zentrale Rolle: Bereits wenige Stunden nach einer Operation sollten – soweit medizinisch vertretbar – erste Atemübungen beginnen. Selbst einfache Bewegungen wie das Anheben der Arme über den Kopf beim Einatmen können den Unterschied zwischen erfolgreicher Genesung und Komplikationen ausmachen.
Regelmäßigkeit übertrifft Intensität: Lieber sechsmal täglich fünf Minuten üben als einmal täglich eine halbe Stunde. Diese Verteilung sorgt für kontinuierliche Stimulation der Atemwege und verhindert erneute Kollapse zwischen den Übungseinheiten. Führen Sie ein Atemtagebuch, um Fortschritte zu dokumentieren und die Motivation aufrechtzuerhalten.
Langfristige Atemgesundheit aufbauen
Sobald sich die akute Atelektase gebessert hat, entwickeln sich die Atemübungen zu einem präventiven Instrument. Besonders Menschen mit erhöhtem Risiko – etwa bei chronischen Lungenerkrankungen, Übergewicht oder nach größeren Operationen – profitieren von kontinuierlichen Atemtraining.
Integrieren Sie Atemübungen in alltägliche Aktivitäten: Beim Fernsehen bewusst tief atmen, beim Spazierengehen die Lippenbremse anwenden oder vor dem Einschlafen einige Minuten Zwerchfellatmung praktizieren. Diese kleinen Gewohnheiten summieren sich zu einem erheblichen Gesundheitsgewinn.
Die Stärkung der Atemhilfsmuskulatur durch gezielte Übungen macht die Atmung langfristig effizienter. Schulter-, Nacken- und Rückenmuskeln spielen bei der Atmung eine unterstützende Rolle. Regelmäßige Dehnungsübungen für diese Muskelgruppen verbessern die Atemkapazität nachhaltig.
Wann sollten Sie professionelle Hilfe suchen? Bei anhaltender Atemnot, Schmerzen beim Atmen oder ausbleibendem Fortschritt nach zwei Wochen konsequenter Übung ist eine ärztliche Kontrolle unerlässlich. Manchmal sind zusätzliche Maßnahmen wie Inhalationstherapie oder spezielle physiotherapeutische Techniken erforderlich, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Ihr Atem ist der Schlüssel zu einer vollständigen Genesung – nutzen Sie ihn bewusst und konsequent.

Hi! Mein Name ist Miranda und ich bin seit etwas über zwei Jahren selbstständige Businessberaterin. Meine Schwerpunkte liegen dabei im Bereich Finanzen & Motivationstraining. Do not have your head in the cloud – but move forward like you are walking on clouds. Ich mache dir den Business-Alltag leichter, luftiger, angenehmer – auch mit Sport am Arbeitsplatz und um den Arbeitsplatz herum!
Viel Spaß – deine Miranda 🙂